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Verspätung nach Plan
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 Stefan Diwo
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nicht nur Lobenswertes über die Bahn und ihre Mitarbeiter



Auszug meines ersten Schreibens an das RAN-Team im Mai 2000:
- - - - -schnippeldidipp- - - - -
Als langjähriger BahnCard - Kunde werde ich der Bahn nun endlich den Rücken zudrehen. Was mich stört ist, dass mittlerweile sogar die kleinen Beamten wie Zugführer (KIN) und Fahrdienstleiter sich genötigt fühlen, für die Fehler der Unfähigen sogar zu lügen und betrügen!
Alles im Sinne des Eigenschutzes tun, das kann es doch wahrlich nicht sein.

Seit 6 (sechs) Jahren begleitet mich und viele meiner Mitreisenden ein und dasselbe Problem. Gestern aber kam es zur Krönung des ganzen. Da tat der Zugführer des Zuges RE22017 so, als würde er mit seinem Handy in Höhe des Bahnhofes Ensdorf mit dem Fahrdienstleiter in Merzig telefonieren. Daraufhin bestätigte er vor mehreren, teilweise mitbetroffenen Reisenden, dass er mit dem FDL gesprochen habe. Dieser würde mit dem wartenden Bus per Funk reden und ihn bitten zu warten. Wartet der Bus nicht, so würde der FDL einen Schein ausstellen, der zum Benutzen eines Taxis auf Bahnkosten berechtigt.

Schlimm ist daran,
  • dass eine Lüge überhaupt notwendig ist,
  • dass es der Bahn seit 6 Jahren egal ist, wie die Bahnkunden nach Hause kommen, deren letzter Bus durch eine Verspätung der Bahn gerade eine Minute weggefahren ist.
  • dass es der Bahn wichtiger ist, unpünktlich über Jahre mit dem gleichen Zug zu sein.
Besagter Zug fährt 17:14 Uhr ab Saarbrücken. 17:33 Uhr der Nächste. Aber lieber 3-4 Kunden nicht mehr nach Hause kommen lassen, statt 10 Kunden ganze 15 Minuten in Saarbrücken warten zu lassen. Dafür wartet seit Jahren schon eine ganze Zugladung Bahnkunden im Zug sitzend am Bahnsteig. Wenn dann noch eine LA in Völklingen oder vor einem Jahr die Brückenbaustelle in Saarlouis, vor zwei Jahren die fehlerhaften Pendolinos oder wie gestern zusätzlich ein Lokwechsel die Fahrt weiter verzögert, dann ist es kein Wunder, das der Frust steigt. Eine Ausrede findet der kleine Mann immer, um die Fehler der Planer zu beschönigen.

Ich kenne persönlich 5 Fahrgäste und BahnCard - Kunden, die genau wegen dieser nicht möglichen Verbindung in den letzten 5 Jahren aufs Auto umgestiegen sind.

Ich werde mit Ablauf meiner BahnCard Ende dieses Monats dies ebenfalls tun, bevor ich mich genötigt sehe, einen Zugführer vor versammelter Kundschaft der Lüge zu bezichtigen.

Ich kenne wohl die Vorgehensweise in einem solchen Fall und weiß, dass der FDL eine solche Bescheinigung nicht ausstellen kann. Von ihm kann man lediglich eine Bescheinigung erhalten, dass man in einem verspäteten Zug gesessen hat.

Bisher hatte ich noch immer das unverschämte Glück, dass mich ein Autofahrer mitgenommen hat zum übernächsten Ort, wo dann der Bus eingeholt wurde, der zwischendurch ja fahrplanmäßig eine Runde durch die Stadt Merzig fährt, zu Fuß aber nicht einzuholen ist.

Fakt ist, dass seit über 26 Jahren die RSW in Merzig die Abfahrt des letzten Busses am Tag über die entlegenen Orte auf 17:45 Uhr gesetzt hat. Dieser Bus beginnt seine Fahrt seit mindestens 6 Jahren täglich um 17:50, also 5 Minuten später. Warum? Weil sie auf einen Zug wartet, der seit genauso viel Jahren eine Ankunftszeit hat, die vor 17:40 Uhr liegt. Vor und nach Pendolino mal eine, mal sogar 2 Minuten früher.

Bei 4 von 5 Ankünften des Zuges ist es nach 17:45 Uhr (6 Minuten zu spät), in 2 von 5 Fällen sogar später als 17:50 Uhr. Prima!!!

Der KIN sollte mal darüber nachdenken, was passieren wird, wenn er an einen Anderen gerät, der nicht betrogen und belogen werden will.

Heute morgen dann ein weiteres Highlight in der Sammlung. Ich warte wie üblich auf meinen Zug, der mich eigentlich um 6:46 Uhr ab Merzig nach Homburg  fahren soll. Wie üblich ist der IR nach Trier um 4-6 Minuten verspätet, so dass die Bereitstellung meines Zuges seit langer Zeit schon immer mit Verspätung geschehen kann und so bleibt. Gleich mit der Abfahrt des IR nach Trier verkündet die Fahrdienstleiterin, dass der gleich nach dem IR abfahrenden Zuges im Gleis 3 nach Trier heute ausnahmsweise mal entfällt. Ich sah nur noch 4 wütende Fahrgäste, die eigentlich mit dem IR hätten fahren können. Gott sei Dank fuhr mein Zug dann bald los, sonst hätte ich auch noch ein Donnerwetter losgelassen...

Bei mir gibt es keine Kritik ohne Vorschlag es besser zu machen. So kennt die RSW-Geschäftsstelle in Merzig mich seit 1976, seit ich regelmäßig deren Busse benutze.

In Koblenz habe ich in den Jahren 1998 und 1999 kennengelernt, dass dort zumindest die dort beginnenden Züge auf die Sekunde losfahren, egal ob jemand  gerade die Treppe hochgelaufen kommt. Ein "hervorragender Zug" der Bahn, den ich mir für überall wünsche. Nicht nur in den Verkehrsverbünden bei Straßen-, U-Bahnen, Bussen ist das so üblich und gängig. Warum soll ein verspäteter Zug, in dem z.B. 2 bis 20 Leute umsteigen eine Lawine von Anschlussverspätungen lostreten, in denen Hunderte von Reisenden gleich wieder eine Verspätung mitbekommen? Dieses Verhalten kann ich nur billigen, wenn nach diesem Zug kein weiterer an diesem Tag mehr fährt. Die Fahrgäste, die sich das gefallen lassen, kann ich nicht verstehen.

Seit eben besitze ich nach 6 Jahren wieder ein Auto und betreibe eine Fahrgemeinschaft mit 3 Mitfahrern, ebenfalls BahnCard - Kunden, die die Schnauze voll haben.

tschüs...
   ...Stefan Diwo    Ex - BahnCard - Kunde 4917 xxxx xxxx xxxx

- - - - -schnippeldidapp- - - - -

Fazit: Ein Entschuldigungsschreiben der Bahn, ein Reisegutschein über 35 DM und ein über Wochen fast pünktlich in Merzig ankommender RE22017.

Nach etwa 6 Wochen setzte aber wieder die „geplante" Verspätung ein, die bis heute (über zwei Jahre danach) anhält.


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© 04 by
Stefan Diwo
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zuletzt geändert am
10. Mai 2004
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